Völkershausen, Höhensiedlung Öchsen
Titel:
Völkershausen, Höhensiedlung Öchsen
Fundort:
Völkershausen (Ortsteil)
Gemeinde:
Vacha
Landkreis:
Wartburgkreis (Landkreis)
Koordinaten:
10.02542, 50.797 (ö.L/n.B, WGS84, Dezimalgrad)
Datierung(en):
Klassifikation:
Literatur:
Schmitt, Holger
:
Öchsenberg bei Vacha, Wartburgkreis und seine urgeschichtliche Besiedlung,
Magisterarbeit,
1998,
Schmitt, Holger: Der @Öchsenberg bei Vacha, Wartburgkreis und seine urgeschichtliche Besiedlung. Magisterarbeit ....
GVK
Vonderau, Joseph
:
Denkmäler aus vor- und frühgeschichtlicher Zeit im Fuldaer Lande,
Veröffentlichung des Fuldaer Geschichtsvereins 21,
1931,
Denkmäler aus vor-u. frühgeschichtlicher Zeit im Fuldaer Lande. Fulda 1931.
GVK
Donat, Peter
:
ur- und frühgeschichtliche Besiedlung des oberen Werragebietes,
1965|1965,
Donat, Peter: Die ur- und frühgeschichtliche Besiedlung des oberen Werragebietes. Dissertation, 1965.
GVK
Bahn, Bernd W.
:
Öchsen bei Völkershausen, Lkr. Bad Salzungen,
Südliches Thüringen,
1994,
Bahn, Bernd W.: Der @Öchsen bei Völkershausen, Lkr. Bad Salzungen.
GVK
Ostritz, Sven
, :
Speitel, Eva
:
Wartburgkreis, Süd,
Archäologischer Wanderführer Thüringen Heft 12,
2010,
Wartburgkreis, Süd. (Seite: 87-89)
GVK
Enthaltene Objekte (2):
Titel:
Höhensiedlung
Bereitstellende Institution:
Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens
Datierung(en):
Vorrömische Eisenzeit
Notiz:
Aus der anschließenden Früheisenzeit gibt es Keramik, einen bronzenen Wendelring und Spinnwirtel. Nach den Funden -" Drehscheibenkeramik, Lanzenspitze, Schwert, Rasiermesser u. a. "- gab es eine starke Besiedlung im späten 3. und 2. Jahrhundert v. Chr. Von einem Platz wie dem Öchsenberg, der mit dem von dem griechischen Geographen Ptolemäus überlieferten Ort "Kanduon" gleichgesetzt wird, sollten aber noch mehr Spuren im Gelände zu finden sein.
Beschreibung
Der Öchsenberg (636 m ü. NN) liegt 3 km südlich von Vacha. Er ist von Völkershausen aus über die ehemalige Steinbruchzufahrt von Osten und von Sünna aus über die Auffahrt zum Kelten-Hotel von der Westseite zu erreichen. Vom Hotel aus erschließt ein beschilderter Wanderweg über die Paulinenquelle die erhaltenen Reste der Wallanlage und die durch den Steinbruch erschlossene geologische Situation. Intensiver Basaltabbau zwischen 1964 und 1990 hat die Topographie des Berges völlig verändert.
Es gab im Zuge des industriellen Abbaus mehrere kleinere Ausgrabungen. Das Fundmaterial stammt nicht aus geschlossenen Kulturschichten, sondern hat sich hangabwärts umgelagert und innen am Wallfuß angesammelt. Die ohnehin bescheidene Fundmenge nimmt hier noch ab. Aufgrund der Keramik gab es eine älteste Besiedlung oder Begehung des Berges am Ende der Jungsteinzeit. Die erste Befestigung erfolgte in der späten Bronzezeit. Auch aus der Eisenzeit gibt es Funde.
Da die Befestigung zu großen Teilen dem Basaltabbau zum Opfer fiel, durch neuzeitlichen Wegebau und Steingewinnung verändert und ältere Schichten gestört wurden, müssen Teile ergänzend rekonstruiert werden. Sicher ist, dass ein ovaler Ringwall existierte, der an der Nordwestseite offen war. Zudem gibt es einzelne Wallabschnitte, die, sofern sie alt sind, nicht die gesamte Fläche umgaben und keinen Ring bildeten, sondern Teilflächen schützen. Der Zugang durch ein äußeres Tor befand sich auf der Südostseite. Auffällig ist die Sicherung der Quelle. Die bis heute gut zu erkennenden, flachen Abschnittswälle folgen dem veränderten Quellaustritt von Süden bergauf. Der Wanderweg verläuft parallel. Untersuchungen der Wälle haben gezeigt, dass die Befestigung ein aus Basaltblöcken gepacktes, zu ebener Erde gegründetes Trockenmauerwerk ohne Holzeinbauten war.
Es gab im Zuge des industriellen Abbaus mehrere kleinere Ausgrabungen. Das Fundmaterial stammt nicht aus geschlossenen Kulturschichten, sondern hat sich hangabwärts umgelagert und innen am Wallfuß angesammelt. Die ohnehin bescheidene Fundmenge nimmt hier noch ab. Aufgrund der Keramik gab es eine älteste Besiedlung oder Begehung des Berges am Ende der Jungsteinzeit. Die erste Befestigung erfolgte in der späten Bronzezeit. Auch aus der Eisenzeit gibt es Funde.
Da die Befestigung zu großen Teilen dem Basaltabbau zum Opfer fiel, durch neuzeitlichen Wegebau und Steingewinnung verändert und ältere Schichten gestört wurden, müssen Teile ergänzend rekonstruiert werden. Sicher ist, dass ein ovaler Ringwall existierte, der an der Nordwestseite offen war. Zudem gibt es einzelne Wallabschnitte, die, sofern sie alt sind, nicht die gesamte Fläche umgaben und keinen Ring bildeten, sondern Teilflächen schützen. Der Zugang durch ein äußeres Tor befand sich auf der Südostseite. Auffällig ist die Sicherung der Quelle. Die bis heute gut zu erkennenden, flachen Abschnittswälle folgen dem veränderten Quellaustritt von Süden bergauf. Der Wanderweg verläuft parallel. Untersuchungen der Wälle haben gezeigt, dass die Befestigung ein aus Basaltblöcken gepacktes, zu ebener Erde gegründetes Trockenmauerwerk ohne Holzeinbauten war.
Karte
Administrative Angaben
In Portal übernommen am:
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