Erfurt, Michaelisstraße 44
Titel:
Erfurt, Michaelisstraße 44
Fundort:
Erfurt
Landkreis:
Erfurt
Koordinaten:
11.02936, 50.97932 (ö.L/n.B, WGS84, Dezimalgrad)
Datierung(en):
Klassifikation:
Literatur:
Ostritz, Sven
:
Stadt Erfurt,
Archäologischer Wanderführer Thüringen Heft 6,
2005,
Stadt Erfurt. (Seite: 44-46)
GVK
Enthaltene Objekte (2):
Titel:
Wohnbebauung
Bereitstellende Institution:
Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens
Datierung(en):
Mittelalter und Neuzeit
Notiz:
Das Areal gehörte zum jüdischen Wohnviertel Erfurts. Später stand hier das Kollegium Himmelspforte, eine der wichtigsten studentischen Universitätsgemeinschaften. Zugleich war an diesem Ort die umfangreiche mittelalterliche Bibliothek „Amploniana“ untergebracht.
Titel:
Schatzfund
Bereitstellende Institution:
Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens
Datierung(en):
Mittelalter und Neuzeit
Notiz:
Bei Ausgrabungen 1997/98 wurde ein außerordentlich reicher jüdischer Schatz entdeckt, der beim Pogrom 1349 unter einer Kellertreppe versteckt und aufgrund der Vertreibung oder des Todes der Bewohner nicht wieder geborgen wurde. Zum Schatz gehören ein jüdischer Hochzeitsring, mehrere Silbergefäße, zahlreiche Schmuckstücke, Kleidungsbesatz, Silberbarren und über 3000 französische Münzen. Menge und Qualität der Stücke lassen auf sehr begüterte Anwohner schließen.
Beschreibung
Das Areal unweit der mittelalterlichen Synagoge gehörte zum jüdischen Wohnviertel Erfurts. Später stand hier das Kollegium Himmelspforte, eine der wichtigsten studentischen Universitätsgemeinschaften. Zugleich war an diesem Ort die umfangreiche mittelalterliche Bibliothek „Amploniana“ untergebracht, die zu den bedeutendsten in Deutschland zählt. Bei Ausgrabungen wurden 1997/98 mehrere Grundstücke untersucht. Dabei war der herausragendste Fund ein außerordentlich reicher jüdischer Schatz, der beim Pogrom 1349 unter einer Kellertreppe versteckt wurde. Menge und Qualität der Stücke lassen auf sehr begüterte Anwohner schließen. Der Keller, unter dessen Treppe der Schatz verborgen war, wird heute als Fahrradkeller genutzt, in einen großen Latrinenschacht ist der Zugang zur Tiefgarage des Wohnquartiers eingebaut. Die beiden Anlagen können im Rahmen von Führungen zum Tag des offenen Denkmals besichtigt werden.
Karte
Administrative Angaben
In Portal übernommen am:
2025-02-20T08:09:47+01:00
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